ANAMU

(Petiveria alliaceae)

 

Das Anamu Kraut hat eine gewaltige Streuung durch ganz Süd- und Lateinamerika und fand sogar den Weg nach Indien, wo man es „mikur-ka’a“ nennt, was soviel wie „Opossum Kraut“ bedeutet. Doch gleichgültig, wo man es findet, es wird stets für medizinische und magische Heil Anwendungen verwendet. Interessanterweise verwendet man Anamu oft bei Be- oder Umsessenheit, was auf den Körper übertragen bedeutet, dass es gegen Parasiten, Bakterien, Vieren und Würmer wirkt. In beiden Fällen dient das Wesen als Wirt. Der tiefere Sinn hinter der schamanischen „Abrenzung“ ist die Rückführung zu sich selbst, zum Gottesfunken, der oft unerkannt in jedermanns Individuum schlummert und anerkannt werden will. Das bedeutet übertragen auf unsere  Anamu Pflanze, dass sie bei Krankheiten Linderung bringen kann, die durch ein wegdriften von sich selbst, oder durch „Fremdbesetzungen“ entstanden sind und lehrt bei der Verwendung der Heilkräfte des Anamu Krauts, seine individuellen Grenzen zu ziehen, oder anders gesagt, alles abzulegen was hinderlich ist auf den Weg zu sich selbst. So liegen die Hauptindikationen nahe der schamanisch-indianischen Auslegung und finden Anwendung bei Schmerzen aller Art, vor allem aber Arthritis und Arthroseschmerzen, bei Symptomatiken bedingt durch Immunschwäche, also Erkältung und grippale Infekte und bei Krebs, hauptsächlich Lymph-, Rückenmark-, Brust- und Gehirntumoren. Scheinbar aus dem Zusammenhang gerissen, hat das Anamu Kraut eine sehr stark Insektenblockende Wirkung. Bei genauer Betrachtung der Inhaltsstoffe erkennt man jedoch eine gewisse Ähnlichkeit mit dem indischen Neem Kraut, das ebenfalls, neben Flavonoiden und Triterpenen eine große Anzahl an spezifischen Schwefelverbindungen beinhaltet. Daraus ergibt sich eine überaus effiziente Blockerwirkung gegen alle Insekten und Mikroben, also Pilze (Candida, u.a.), Bakterien (E. Coli, Staphylokokken,...), Keime und Parasiten. Bei Anamu sind es schwefelhaltige dibenzyl Sulfide die man in Zusammenarbeit mit Astalbin, Sastilbin, Benzaldehyd und Cumarin für die Krebshemmenden Effekte erkannt hat. Dass dies keine vagen Vermutungen sind, sondern wissenschaftlich untermauerte Fakten, belegen etliche Forschungen aus der BRD und den U.S.A, aus denen Anamu von 1400 getesteten Pflanzenextrakten unter den 34 Pflanzen zu finden war, welche starke Aktivitäten gegen die bereits benannte Krebsarten aufwiesen. Während Brustkrebszellen lediglich im Wachstum gehemmt wurden, zeigen bereits in 1990 veröffentlichten italienischen invitro Studien, dass Leukämiezellen tatsächlich abgetötet und nicht verzögert werden. Auch die Immunsteigernde Wirkung wurde in Forschungen aus dem Jahre 1993 klar dokumentiert. Im Tierversuch bei Mäusen hat man bei der Verabreichung eines Anamu Blattextraktes beobachten können, dass die T-Killerzellen um 100 % und die Interferon-, Interleukin II und Interleukin IV Produktion um ebenfalls mehr als 100% erhöht waren! Natürlich geht man in diesen Studien immer von Extrakten aus, was für die sanfte Nahrungsergänzungsanwendung natürlich nur bedingt in Frage kommt, weil mit den Extrakten auch Nebenwirkungen einhergehen können, da man sich bei der Extrahierung meist nur auf einen aktiven Wirkstoffteil beschränkt, wird die natürliche Interaktion aller Wirkstoffkomponenten nicht berücksichtigt. So ist es vollkommen ausreichend, wenn man sich seine tägliche Tinktur oder Tee zubereitet, wobei Kapseln und Presslinge ebenso wirksam sind. So zeigen klinische Untersuchungen aus dem Jahre 1990 bei der Tee- und Tinkturzubereitung deutliche hyperglykämische Effekte nach wenigen Wochen der Einnahme. Das Zuckerniveau im Blutserum hat sich am Ende um 60 % verringert! Die dauerhafte Einnahme schützt also ebenso effizient, nicht sofort, aber auf Dauer und nachhaltig ohne schädliche Nebenwirkungen. Natürlich gibt es zu Anamu noch eine ganze Vielzahl an Anwendungen mehr (siehe „Volksmedizinische Anwendungen“), jedoch möchte ich hier noch eine wirklich  faszinierende Eigenschaft vorstellen, die vor allem für werdende Mütter interessant sein könnte. Am Tag der Geburt, wenn die Wehen einsetzen, sollte die werdende Mutter etwa einen Esslöffel eines Methanolextraktes zu sich nehmen. Anamu lindert den Geburtsschmerz ganz erheblich und verursacht uterine Kontraktionen, die zu einer leichten Geburt verhelfen. Während der Schwangerschaft sollte man jedoch auf die Einnahme von Anamu gänzlich verzichten. Da wir Neuzeitmenschen nicht die nötige Erfahrung im Umgang mit Naturkräutern haben, sollte aber eine derartige Anwendung nur in der Obhut eines Kräuterkundigen angewendet werden.

Ein weiterer Einsatzbereich, der hier unbedingt Erwähnung finden sollte, ist die Verwendung von Anamu (am besten in Form Tabletten oder Kapseln) bei EBV (Epstein-Barr-Virus, Pfeiffrisches Drüsenfieber, infektiöse Mononukleose). Inzwischen gehen vorsichtige Schätzungen anerkannter Virologen davon aus, dass nahezu jeder zweite in der BRD und voraussichtlich auch in der ganzen EU, mit diesem Virus infiziert ist. Die Anfangssymptome gleichen denen eines anziehenden grippalen Infektes, also Gliederschmerzen (vor allem an den Beinen), Atemwegs- und Schluckbeschwerden, Schwindel, Übelkeit, oft einhergehend mit Fieber, Lymphknotenschwellungen, Hautausschlägen und Milzvergrößerung, sowie noch viele Symptome mehr. Der Virus wird durch Tröpfcheninfektion weiter gegeben! Auf lange Sicht löst der EBV vor allem Rückenmarks- und Gehirntumore aus. Hier greift Anamu. Zwar konnte bislang der EBV noch nicht eliminiert werden, jedoch kann man mit Anamu die Folgesymptome des EBV eindämmen, wie z.B. die Entstehung von Krebszellen und erhöhte Leukozyten. Oft haben EBV Patienten schwere Stimmungs- und Krafteinbrüche, bei denen sich Anamu als überaus hilfreich erwiesen hat. Eines der Symptome des EBV ist das sog. „Burn out Syndrom“, das immer mehr um sich greift und auch eine zunehmende Lebensmittelunverträglichkeit kann bereits ein Zeichen für eine EBV Inkubation sein. Jeder der sich angesprochen fühlt, sollte unbedingt einen Bluttest machen lassen, auf dem zwei EBV Werte stehen müssen. Bei einem positiven Ergebnis, sollte Anamu unbedingt zur Dauereinnahme, in Kombination mit Suma, verwendet werden. Eine Anamu Tinktur oder Dekokt hat sich auch sehr gut bei äußeren Anwendungen schlecht heilender Wunden (Dekubitus, Geschwüre, Furunkel,... ) erwiesen. Auch bei der Entstehung von Dekubitus kann man durch mehrmaliges einmassieren der Anamu Tinktur das Geschwür binnen weniger Tage bis Wochen, je nach Grad der Erkrankung, zum abheilen bringen. Ein letztes, jedoch sehr wichtiges Indikationsgebiet, ist die Verwendung von Anamu bei MRSA. MRSA ist ein Bakterium des Staphylococcus-aureus-Stammes, das hauptsächlich bei ältern Menschen in Alters- und Pflegeheimen, sowie in Krankenhäusern und bei Bettlägerigkeit anzutreffen ist. Bislang gibt es noch kein Antibiotikum gegen dieses Bakterium, was eine Rekonvaleszenz sehr erschwert und was sich ebenfalls sehr destruktiv auf die Immunleistung auswirkt. Aus meiner Praxiserfahrung habe ich jedoch mit Anamu, bei regelmäßiger Einnahme, tolle Ergebnisse erzielt, bis hin zur Heilung.

 

Resume:       

Anamu ist eine pluripotente Kräuterdroge mit stark antibiotischer Wirkung.  Anamu ist keine Nahrungsergänzung zur supplementierten, ernährungsphysiologischen Einnahme, sondern eine mächtige Droge aus der Ethno Medizin, für eine große Anwendungsbandbreite. Vor allem beim EBV hat sich Anamu als zuverlässiger Helfer gegen die meisten Symptome herausgestellt und bringt sanfte Linderung, die mit schulmedizinischen Mitteln bislang nicht erreicht werden. Anamu ist wegen seiner relativ stabilen Wirkstoffe sehr vielfältig anwendbar. Bei inneren Anwendungen wird ein wässriger Auszug (Tee), Kapseln, Tabletten oder feines Pulver empfohlen. Zu äußeren Anwendungen lässt sich Anamu in Öle, Bäder oder Cremes einarbeiten, wobei es ein wässriger Auszug auch hier tun würde. Anamu hat in der Regel eine sehr schnelle Wirkung nach Einnahme. Es wird daher empfohlen, nach einer Einnahmestrategie vorzugehen, die sich auf einen festgesetzten Zeitraum bezieht. Während dieser Zeit sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen vom Heilkundigen ihrer Wahl stattfinden, damit ein kontrolliertes Eingreifen durch Dosiserhöhung oder –senkung, den Heilungsprozess optimiert. Es ist sinnvoll, während der Anamu Anwendung, mit Chlorella pyrenoidosa eine Dauerentgiftung parallel einzuleiten und vor allem viel Wasser zu trinken (min. 1 Ltr./Tag, optimal 1,5 – 2 Ltr.), auch in Form von Tees, wie Una de Gato, Lapacho oder Jatoba sowie Macela. 

 

Botanischer Abriss:  

Anamu
                                                                     

Anamu stammt aus der Pflanzenfamilie derPhytolaccaceae (Kermesbeerengewächse)aus der z.B. der Spinat kommt. Die GattungPetiveria der Spezies alliaceae   (Lauchgewächse, wie Knoblauch oder Bärlauch) fühlt sich im tropischen Regenwald besonders wohl. Sie ist eine mehrjährige,winterfeste Pflanze, die bis zu 1 m emporwächst, dünngliedrige Blütenstände  aus dichten, mit ovalen, grobgliedrigen   Blättern aufweist und einen starken Geruch hat, der sehr an Knoblauch erinnert. Verwendet wird die gesamte Pflanze und ihre Wurzel. Der Großteil aller Anwendungen bezieht sich jedoch auf die Phytostoffe der Blätter.

 

Zu den aktiven Phytobestandteilen zählen:

 

Allantonin (Endprodukt des Purinabbaus was zu einem besseren Abbau von Harnsäure beiträgt, baut totes Gewebe ab, fördert das Zell- und Deckgewebewachstum was bei Dermatas und Wundsalben Anwendung findet),  19 Cumarine, Isoarboriol, Trithiolan, Trithiolaniacin, u.a. (Pflanzenduftstoff, findet Verwendung bei Lymphödemen und Fluoroszenzindikator, ohne die Blutgerinnung zu hemmen), Benzylhydroxytrisulfide, Dibenzylsulfide (verschiedene spezifische Schwefelverbindungen), sowie  Astilbin, Barbinervic Säure, Daucosterol, Engeletin, Friedelinol, Ilexgenin A, Leridal, Leridol, Lignoszerin Säure, Linolsäure, Myricitrin, Nonadecanoic Säure, Ölsäure, Palmitinsäure, Petiveral, Pinitol, Prolin, Sitosterin, Stearinsäure.

Da es bei diesen Inhaltsstoffen teilweise keine deutschen Begriffe gibt, wurden die Inhaltsstoffe auf Englisch niedergelegt!                                             

 

Anwenderprofil:

-                     Alle Menschen die an Arthritis / Arthrose / Rheuma leiden.

-                     Krebspatienten mit Gehirn-, Rückenmark-, Brust- oder Lymphkrebsarten

-                     Menschen mit Pilz-, Parasiten-, Viren- (MRSA!), Keim- oder Bakterienbefall

-                     Bei Magen-/Darm- und Hautproblemen  und

-                     bei chronischen Schmerzen

-                     Für Diabetiker mit Diabetes Typ I + II

-                     bei Entzündungen (Hepatitis C !) und Tuberkulose

 

Anwendungsbereiche allgemein:

Geburtserleichterung, Insekten Blocker (Räuchern, Verdampfen von Flüssigauszügen oder als Salben-/Ölzubereitungen), Gewürz (wem es schmeckt), Hauptpflege.

 

Anwendungsbereiche volksmedizinisch:

Gehirn-, Brust-, Rückenmark- oder Lymphkrebsarten, sowie Leukämie, bei Pilz-, Parasiten-, Keim- und Bakterienbefall, gegen Entzündungen innerlich und äußerlich, Immunschwäche, Arthritis, Arthrose und Rheuma sowie Muskel- als auch Kopfschmerzen, als Antibiotikum, viralen Infekten, bei Diabetes.

Wurzel: Einige Bestandteile der Wurzel sind psychoaktiv. Sie wird verwendet als Narkotikum mit leicht halluzionogener Wirkung. Die Wurzel der Anamu Pflanze ist auch ein wichtiger Bestandteil in der „Zombiegift“ Rezeptur.

 

Zubereitung:

Zur täglichen Nahrungsergänzung 2 – 5 g Anamu Kraut mit Tees aufkochen (empfohlen) oder 2 g Anamu Pulver in Speisen und Getränke mischen.

Tinktur wässrig:  Etwa 30 g Anamu Kraut auf einen Liter heißes Wasser geben. Das Kraut im Wasser belassen und täglich 2 x ¼ Tasse der Tinktur trinken.

Tinktur alkoholisch: Man gebe in 100 ml Ethanol / Methanol etwa 30 g Anamu Kraut und lässt den Ansatz 5 Tage abgedunkelt ziehen. Es empfiehlt sich mehrmals am Tag das Gefäß mit dem Ansatz zu schütteln. Danach Ansatz absieben und 5 – 10 Tropfen, 2 – 3 mal täglich entweder pur oder in Speisen und Getränken einnehmen. 

Vorsicht: Methanol Auszüge führen zu uterinen Kontaktionen !

Flüssigauszüge können auch gut zu äußeren Anwendungen verwendet werden.

 

Synergiekomponenten:

Sie können Anamu als Semi-Nahrungsergänzung zu allen Teearten ergänzen. Bei Wurzel- und Rindentees, die in der Regel etwas länger auskochen müssen, sollen die Anamu Blätter separat zugesetzt werden, da die Blätter ihre Wirkstoffe beim aufkochen nach etwa 5 – 10 Minuten abgegeben haben. Der Tee oder die Tinktur ist die effizienteste Darreichung, da die Wirkstoffe bereits im Mund-/Racheraum aktiv werden können!

Neben Tees empfiehlt sich für innere Verwendung die zusätzliche Einnahme von GABA, Catuaba, Vitamin B-Komplex und Vitamin C (als Palmitat).

 

Zu Beachten:

Wenn man Anamu einnimmt, gleichgültig in welcher Form, dann sollte man viel Wasser zum ausschwemmen trinken.

Menschen die an Bluthochdruck leiden und/oder Blutverdünnende Mittel einnehmen, sowie schwangere Frauen, sollten Anamu nicht einnehmen.

 

 

Quellennachweis:

 

Walter de Gruyter Pschyrembel, 258. Auflage, 1997

Herbal Secrets of the rainforrest, 2nd edition, by Leslie Taylor, Sage Press Inc., 2002

“Enzyklopädie psychoaktiver Pflanzen”, Christian Rätsch, AT Verlag CH, 1998

 


Diese Seite auf Ihrem PC speichern!

Möchten Sie diese Domaine als Startseite haben...

Diese Information   www.innovation24.info an einen Freund senden

Diese Domain   www.innovation24.info an einen Freund weiterempfehlen

Zurück zur Seite vorher