Heilpilze
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ABM
Auricularia
Coprinus
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Hericium
Maitake
Polyporus
Reishi
Shiitake


» Agaricus blazei murrill

Agaricus blazei murrill – Mandelpilz
Jap.: Himematsutake – umgangssprachlich: ABM
Kaum ein anderer Pilz stimuliert das Immunsystem so wirkungsvoll wie der Agaricus blazei murrill

« Agaricus blazei murrill
dt.: Mandelpilz
10-15 cm großer Fruchtkörper
wächst hauptsächlich in den Regenwäldern Brasiliens.

Die Heimat des Agaricus blazei murrill sind die Regenwälder Brasiliens. Dort wurde er vor ca. 30 Jahren entdeckt, da bei der einheimischen Bevölkerung die diesen Pilz aßen, Krebs völlig unbekannt war. Inzwischen wird der ABM in Brasilien, USA, Japan, Korea und Deutschland kultiviert.
Vor allem in Japan und den USA wurde der ABM wissenschaftlichen Studien in Kliniken unterzogen, wobei bemerkenswerte Erfolge erzielt wurden.

Tumorerkrankungen

Der Agaricus blazei murrill stärkt das gesamte Immunsystem insbesondere bei Krebserkrankungen. Diese Wirkung wurde bei Darm-, Lungen-, Unterleibs-, Brust-, Bauchspeicheldrüsen-, Prostata – und Leberkrebs nachgewiesen. Durch die natürlichen Polysaccharide, Steroide, Beta-D-Glucan und dem RNA-Proteinkomplex wirkt der ABM direkt auf die Stabilisierung und Regulierung der körpereigenen Abwehrkräfte.
Der ABM fördert die Blutbildung im Knochenmark, welche oftmals durch Chemotherapie und Bestrahlungen gestört sein kann.

Leberstärkung

Der ABM unterstützt die Leber in ihrer Aufgabe als Entgiftungsorgan und die Milz in ihrer Blutreinigungs- und Abwehrfunktion.
Des weiteren hat er einen positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und den Cholesterinhaushalt.

Wohlbefinden

Der ABM hilft bei Übelkeit durch schlecht verdauliche Nahrungsmittel. Er ermöglicht das Aufspalten der Nahrung und sorgt damit für den Abbau und Abtransport der für den Körper ungünstigen Stoffe.
Bei chronischer Müdigkeit mit hängenden Augenlidern, welche mehrfach auf einem Kaliumüberschuss beruht, kann der ABM Abhilfe verschaffen. 

Allgemein

Pilze wirken in der Natur wie Katalysatoren. Sie sollten unbedingt als frische Pilze oder 100% reine Pilzprodukte in pulverisierter Kapselform aus kontrolliertem Anbau erworben werden. In der heilenden Anwendung haben die Pilze die Funktion als Katalysator in unserem Körper.




» Auricularia

Auricularia – Judasohr
Jap.: Kikuurage, chin.: Mu Ehr

Durchblutung fördern und Thrombosen verhindern:
Auricularia ist der Blutverdünner unter den medizinisch wirksamen Pilzen

« Auricularia
dt.: Judasohr
3 -10 cm breit, muschelförmig, rotbraun, gallertartige Konsistenz, auf absterbenden Holunder-sträuchern, Buchen, Robinien.

Der Auricularia entwickelt einen becher-, ohren- oder muschelförmigen Fruchtkörper der drei bis zehn Zentimeter groß werden kann; es gibt ihn in den Farben rot, olivgrau und rotbraun. Er wächst auf Holunder, Buchen, Weiden und Robinien.
Als Speisepilz mit der Bezeichnung „Mu-Ehr“ oder chinesische Morchel ist er Liebhabern  der chinesischen Küche gewiss ein Begriff.
Sowohl in Asien als auch in Europa weiß man seit sehr langer Zeit von den medizinischen Einsatzmöglichkeiten dieses Pilzes.
In Europa wurde er bereits im Mittelalter zur Behandlung von Krankheiten und Beschwerden wie eitrigen Geschwulsten, Herzschmerzen, Hämorrhoiden, Bauchschmerzen, Zahnschmerzen, geschwächter Abwehrlage und psychischen Leiden eingesetzt.

Immunstabilisierung

Umfangreiche Laboruntersuchungen haben die immunstabilisierende Wirkung des Auricularia bestätigt; seine Inhaltsstoffe beeinflussen positiv die Lymphzellen, sorgen dafür dass die gefährlichen freien Radikale gefangen werden können und wirken gegen eine krankhafte Verminderung der Leukozyten (weiße Blutkörperchen).

Blutkreislauf

Als außergewöhnlich kann man die Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes durch den Auricularia bezeichnen.  Er vermag die Bildung von Blutgerinnseln zu verhindern und die Durchblutung zu fördern; als natürliche Alternative kann der Auricularia durchaus als Blutverdünner eingesetzt werden. Gerade dem Fortschreiten von Arteriosklerose, Thrombosen und anderen Verschlüssen der Blutgefäße kann daher mit Hilfe des Auricularia vorgebeugt werden. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass er das Kollagen  (das Gerüst der Gefäßwände) nicht angreift, somit ist die Gefahr von inneren Blutungen gebannt.

Auch bei der so genannten „Schaufensterkrankheit“ – eine Gefäßverengung in den Beinen, die bei Belastung starke Schmerzen durch mangelnde Durchblutung hervorruft - , kann der Auricularia wirksam eingesetzt werden.

Wohlbefinden

Der Auricularia besitzt Schleimhaut stärkende Eigenschaften, da er befeuchtend wirkt – günstig bei trockenem Husten, bei Verstopfungen und allgemeiner Trockenheit der Schleimhäute.

Nach starker körperlicher Tätigkeit und dem Auftreten von Muskelkater, reguliert dieser Pilz den Milchsäurehaushalt (Muskelkrampf).

Adaptogene Substanzen:

Heilpilze haben vielfältige adaptogene Wirkungen; dies bedeutet, dass die Intelligenz unserer eigenen Körperzellen geweckt wird. Je nach Bedarf unseres Körpers erfolgt eine Aktivierung oder Beruhigung des Organismus, d.h. eine ausgleichende, harmonisierende Wirkung wird gefördert. So kann z.B. der Auricularia bewirken, dass die Fließfähigkeit des Blutes verbessert wird und somit Blutgerinnsel verhindert werden – gleichzeitig vermag er auch Blutungen zu stillen.

Diese adaptogenen Wirkungen können allerdings nur entfaltet werden, wenn der ganze Pilz verwendet wird. Auszüge oder Extrakte enthalten diese ausgleichende, harmonisierende Wirkung nicht.

 




» Coprinus

Der Coprinus comatus ist das Mittel bei der Regulierung der Blutzuckerwerte

« Coprinus comatus
dt.: Schopftintling
3-6 cm breiter, eiförmiger bis kugeliger Hut auf schlankem, hohem Stil, zunächst weiß, später dunkel; rollt sich vom Rand her wie eine Glocke auf (Autolyse), in Gärten, auf Rasenflächen und im Wald.

Mehr als 100 Arten von Tintlingen, die man auf fetten, ungedüngten Böden, auf Wiesen, Weiden und in Gärten findet, sind in unseren Breiten heimisch. Zu ihnen gehört auch der Schopftintling – der Coprinus comatus.

Der Coprinis comatus besitzt einen 3 – 6 cm breiten, eiförmigen bis kugeligen Hut auf schlankem, bis zu 20 cm hohem Stiel. Er ist zunächst weiß und mit filzigen Schuppen bedeckt; mit zunehmenden Alter rollt sich der Hut auf, nimmt eine schwarze Farbe an und zerfließt.

Beim Transport und der Verarbeitung des Pilzes ist sehr behutsam vorzugehen, da er die Eigenschaft hat, sich selbst aufzulösen.

Die herausragendste Eigenschaft des Coprinus comatus ist die Blutzucker senkende Wirkung. Bei Diabetikern konnte festgestellt werden, dass es nach der Einnahme des Coprinus-Pilzes im gleichen Maße zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels kam wie bei in der Schulmedizin eingesetzten Medikamenten – allerdings ohne dabei den Körper zu belasten. Die Blutzucker senkende Wirkung des Coprinus findet Anwendung bei Diabetes Typ I und Typ II.

Der Coprinus hat eine natürliche Schutzwirkung auf die Langerhans-Inseln; dies sind die Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die das Insulin produzieren. Gerade Diabetiker berichten nach der Einnahme des Coprinus-Pilzes von Gesundheitsverbesserungen, die die Schulmedizin nicht erreicht. Sie profitieren von der Normalisierung des Blutzuckerspiegels sowie vom Rückgang der Durchblutungsstörungen und dem Abbau von Ablagerungen in den Arterien. Der Coprinus kann erheblichen Einfluss auf die Gesundheit und die Lebensqualität von Diabetikern nehmen.

In der fernöstlichen Heilkunde wird der Verzehr des Coprinus für die Förderung der Verdauung und die Behandlung von Hämorrhoiden empfohlen.

Mit seinem hohen Gehalt an Biovitalstoffen wie zum Beispiel Vitamine, Enzyme und Aminosäuren, verhindert der Coprinus das Aufbrechen der Arterien und vermeidet somit Arteriosklerose.

Chinesische Wissenschaftler wiesen in Experimenten eine Hemmung des Wachstums von bösartigen Geschwulsten des Binde- und Stützgewebes nach.




» Cordyceps

Dieser Power-Pilz verleiht Kraft, Ausdauer und Willensstärke

« Cordyceps sinensis
dt.: Chinesischer Raupenpilz
untypischer Pilz mit 4-10 cm hohem, länglichem Fruchtkörper, kommt in der Natur mittlerweile selten vor und entsteht durch Befall von unterirdisch lebenden Raupen.

Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin unterstützt dieser Pilz die Niere. Die Niere speichert dieser Medizinlehre zufolge unsere gesamte Energie und wird daher als Wurzel des Lebens betrachtet. Nach lang andauernden Erkrankungen und starken Belastungen hilft er bei der Regeneration des Körpers - ein wahrer Energielieferant für Körper und Geist. Diese allgemein stärkenden Eigenschaften wirken sich stimulierend auf das Immunsystem aus. Sein Einsatz als medizinisch wirksamer Pilz wird dadurch gewährleistet, dass er pulverisiert in Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich ist.

Kraft

Cordyceps hat eine anregende Wirkung auf die Geschlechtsorgane, die Produktion von Geschlechtshormonen und auf das bei der Fortpflanzung und dem Geschlechtstrieb beteiligte neurologische System. Dadurch wirkt der Pilz sexuell stimulierend, vergleichbar mit einem natürlichen Aphrodisiakum.

Ausdauer

Ebenso wie die sexuelle Aktivität steigert Cordyceps durch seine vorteilhafte Wirkung auf die Atmungsorgane und das Herz die allgemeine Ausdauer. Die sportliche Leistungsfähigkeit kann damit gefördert werden. Nach dem Sport wirkt der Pilz wiederum regenerierend, da er die Erholungsfähigkeit des Muskelgewebes fördert.

Willensstärke

Cordyceps kann sehr gut gegen Depressionen eingesetzt werden. Häufige Begleiterscheinungen wie Mangel an Willenskraft, Motivation, Angst, Sorge und ein Gefühl der Leere resultieren aus einer Nierenschwäche. Der Pilz unterstützt die Niere in ihrer Funktion. Studien belegen auch seine stimulierende Wirkung auf die Abgabe von Hormonen der Nebennierenrinde und wirkt dadurch Stresssymptomen entgegen.

 

Zum Weiterlesen: Zusammenstellung der in Studien nachgewiesenen Wirkung bei Cordyceps



» Coriolus 

natürlicher Schutz gegen Grippeviren

« Coriolus versicolor
dt.: Schmetterlingsporling
dachziegelartig übereinanderstehender Pilz an Stümpfen und toten Stämmen von Laubhölzern mit später mehrfarbig bunt glänzenden Hüten, wächst ganzjährig.

In der chinesischen Volksheilkunde und in Japan wird der Schmetterlingsporling schon seit langer Zeit medizinisch verwendet und gilt dort als einer der begehrtesten Heilpilze. Er hemmt die Bildung von Tumoren und stabilisiert das Immunsystem. Besonders in der Zeit der Grippesaison kann er als natürlicher Schutz gegen Grippeviren eingesetzt werden.
In der Natur ist der Schmetterlingsporling auch bei uns weit verbreitet. Seine bunten, dachziegelartig übereinander stehenden Hüte wachsen ganzjährig hauptsächlich an Stümpfen und toten Stämmen von Laubhölzern. Als Nahrungsergänzungsmittel ist er in pulverisierter Form erhältlich.

Grippeschutz

Die antiviralen Eigenschaften des Schmetterlingsporlings stärken auf natürliche Weise das Immunsystem und bieten vorbeugend eingenommen eine langfristig wirksame Methode, sich vor Erregern zu schützen. Durch ihn wird die zelluläre Abwehr aktiviert und die Produktion von Antikörpern angeregt - eine wirkungsvolle Alternative zur üblichen Grippeimpfung. Die positive Wirkung bei Infektionen der oberen Luftwege ist in der Traditionellen Chinesischen Medizin seit langem bekannt. Die antivirale Wirkung wurde auch bei Herpes, Apthen, Gürtelrose HIV und Zytomegalie beobachtet.

Krebsabwehr

Der Schmetterlingsporling hat eine Turmor hemmende und Immunsystem stimulierende Wirkung: Sein Kohlenhydrat PSK (auch `Krestin´ genannt) wirkt direkt auf Tumorzellen und unterstützt die Krebsabwehr des Körpers durch Stimulation der zellulären Immunität. Diese Wirkung wurde festgestellt bei Lungenadenokarzinomen und verschiedenen Krebsarten in der Leber, im Magen, der Brust, in Hals und Nase sowie bei Leukämie und Gehirntumoren. Die Nebenwirkungen einer Chemo-Therapie können durch den Coriolus gemindert werden.

Antikörper

Eine Aktivierung der zellulären Abwehr ist beim Schmetterlingsporling durch die Produktion von Antikörpern und Cytokinen zu beobachten. Eine antibakterielle und antifungale Wirkung wurde bei folgenden Erregern beobachtet: E.coli, Staphylokokken, Streptokokken, Candida, Klebsiellen, Listerien und Toxoplasmose. Wie auch beim Maitake-Pilz kann auch der Schmetterlingsporling positiv bei Bluthochdruck und Diabetes eingesetzt werden.
 

Zum Weiterlesen: Zusammenstellung der in Studien nachgewiesenen Wirkung bei Coriolus.



» Hericium

Der Hericium – Balsam für Magen und Darm

« Hericium erinaceus
dt.: Igel-Stachelbart
rundlich oder oval, Fruchtkörper auf kurzem Stil, zunächst weiß, später gelblichbraun, sein Kern ist mit 2-3 cm langen Stacheln bedeckt, taucht im Herbst in Spalten und Höhlen alter Laubbäume auf, vorzüglicher Speisepilz.

Weil sein zotteliger Fruchtkörper dem Kopf eines Affen gleicht, wird der Hericium in Asien auch Affenkopfpilz genannt.

Der Hericium ist rundlich oder oval, manchmal auch herzförmig. Der Fruchtkörper wird von zwei bis drei Zentimeter langen weichen Stacheln dicht umgeben. Der Pilz kann eine Größe von bis zu 30 Zentimetern erreichen. Das Fruchtfleisch des Hericium ist weiß, cremefarben oder von leicht rötlicher Farbe. Der Hericium ist außerordentlich wohlschmeckend und wird als Delikatesse geschätzt.

Die heilenden Wirkungen des Hericium liegen insbesondere bei Magen-Darm-Leiden und in der Krebstherapie.

Magengeschwüre, Zwölffingerdarmgeschwüre, chronische Magenschleimhautentzündung, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn werden mit ihm erfolgreich behandelt. Er regeneriert und schützt angegriffene Magen- und Darmschleimhäute.

In einer Studie an Patienten, die an Magenschleimhautentzündung litten, erfuhren 82% eine deutliche Besserung der Krankheitssymptome und bei 58% der Teilnehmer  der Studie klang die Entzündung vollständig ab.

Der Hericium behebt Störungen im gesamten Verdauungssystem des Körpers, da er im Magen-Darm-Trakt beruhigend wirkt und die Verdauung reguliert.

Weitere Untersuchungen haben gezeigt, dass der Hericium erfolgreich bei Speiseröhrenkrebs und Dickdarmkrebs eingesetzt werden kann; hier konnte mit Hilfe des Pilzes eine 70%ige Metastasenhemmung erreicht werden.

Hauptsächlich wird diese Wirkung den Polysacchariden und Polypeptiden zugeordnet; diese Stoffe verbessern die natürliche Abwehrfunktion des Körpers und stärken das Immunsystem. Die Inhaltsstoffe des Hericium in ihrer Ganzheit, ermöglichen es dem Immunsystem Krebszellen zu erkennen und effektiv zu bekämpfen. Offensichtlich wird die Herstellung wichtiger Erbgutbausteine der Krebszellen nachhaltig gehemmt. Die bösartigen Zellen können sich nicht weiter teilen und somit kann die Krebsgeschwulst nicht weiter wachsen.

Japanische Wissenschaftler wurden darauf aufmerksam, dass der Hericium sogenannte Erinacine enthält. Von diesen Substanzen weiß man, dass sie den Nervenwachstumsfaktor stimulieren. Ein solcher Effekt kann bei der Behandlung von Nervenleiden und der Alzheimerschen Erkrankung eine wichtige Rolle spielen.

Von großer Bedeutung ist auch, dass der Hericium eine natürliche stimmungsaufhellende Wirkung hervorruft und so Unruhe und Schlafstörungen verhindern kann.

Der Hericium hemmt sehr stark bakterielle Entzündungen und kann Hauterkrankungen und Neurodermitis positiv beeinflussen.

 

Zum Weiterlesen: Zusammenstellung der in Studien nachgewiesenen Wirkung bei Hericium.



» Maitake

wirkungsvoll bei Diabetes, Bluthochdruck und Krebs

« Grifola frondosa,
dt.: Klapperschwamm, jap.: Maitake
graubraune Hüte, die sich zu einem büschelförmigen Schwamm von bis zu 40 cm überlappen, hauptsächlich im Herbst an Füßen von Eichen, Kastanien und Buchen.

In Asien wird die gesundheitsfördernde Wirkung des Klapperschwamms schon seit Jahrhunderten geschätzt. Sein Name stammt angeblich daher, dass fündig gewordene Sammler wahre Freudentänze aufführten, weil ihre Entdeckung so wertvoll war. In Japan heißt er daher Maitake, was "tanzender Pilz" bedeutet. In der Mykotherapie (Pilzheilkunde) wird er hauptsächlich zur Behandlung von Diabetes und Tumorerkrankungen eingesetzt.

Der Klapperschwamm wächst hauptsächlich im Herbst an Eichen, Edelkastanien und Buchen in büschelförmigen Schwämmen mit graubraunen Hüten. Mittlerweile wird er auch auf Sägemehl kultiviert und ist pulverisiert in Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.

Diabetes: Blutzucker senkend

Zunehmende Bedeutung erlangt der Klapperschwamm bei der Behandlung von Diabetes. Besonders bei Diabetes-Typ II wird mit Hilfe des Pilzes die Sensitivität der Insulinrezeptoren erhöht, also die Fähigkeit des Körpers, Glukose zu erkennen wird verbessert. Außerdem kann dieser Pilz den Fettstoffwechsel und Bluthochdruck positiv beeinflussen. Dies ist für das Auftreten und den Verlauf der Erkrankung von großer Bedeutung.

Krebs: Tumor hemmend

Die medizinisch wirksamsten Substanzen des Klapperschwamms sind hauptsächlich Polysaccharide, denen eine hemmende Wirkung auf das Wachstum von Krebszellen nachgewiesen wurde. Dieser Effekt entsteht durch Förderung der zellulären Abwehr (Aktivierung von Makrophagen) . Begleitend zu einer Chemotherapie eingesetzt, können durch den Klapperschwamm die starken Nebenwirkungen verringert werden. Prophylaktisch schützt der Pilz gesunde Körperzellen vor Umweltgiften und Tumorerkrankungen.

Wohlbefinden: Gewicht reduzierend und Cholesterin senkend

Der Klapperschwamm wirkt auf natürliche Weise gegen Fettleibigkeit: Er reduziert die Einlagerung von Fett in die Leber und kann außerdem ein Ansteigen des Körpergewichts verhindern. Nach einigen Monaten regelmäßiger Therapie wird auch der Gesamtcholesterinspiegel gesenkt. Weiterhin weist er einen bemerkenswerten Gehalt an  Ergosterol, der Vorstufe von Vitamin D auf. Vitamin D fördert die Kalziumaufnahme und kann dadurch helfen, Osteoporose und Rachitis vorzubeugen.

 

Zum Weiterlesen: Zusammenstellung der in Studien nachgewiesenen Wirkung bei Maitake.



» Polyporus

Polyporus – Eichhase
jap.: Chorei, chin.: Zhu Ling

Wassereinlagerungen verhindern – das lymphatische System stärken

« Polyporus umbellatus
dt.: Eichhase
hellbraune, 2-5 cm breite runde Hüte, die in Büscheln von bis zu hundert Fruchtkörpern aus einem gemeinsamen Strunk wachsen, auf Böden von Eichen- und Buchenwäldern.

In der traditionellen chinesischen Medizin wurde dieser Pilz schon vor Jahrhunderten vorrangig als Harntreibmittel empfohlen und zur Verbesserung der Hautstruktur und Auflockerung des Muskelgewebes eingesetzt.

Der Sinn dieser frühen Verwendungsarten ist inzwischen in so gut wie allen Fällen wissenschaftlich bestätigt: Bei Versuchen stellte man fest, dass sich nach der Einnahme von Polyporus die Urinproduktion erhöhte und gleichzeitig eine größere Natrium- und Chloridausscheidung zu verzeichnen war.

Der Polyporus, der bei uns auch unter dem Namen Eichhase bekannt ist, bevorzugt Eichen- und Buchenwälder.

Seine dichten Büschel bestehen oft aus mehreren hundert Fruchtkörpern mit kleinen, rundlichen Hüten, die aus einem gemeinsamen Strunk hervorgehen. Solch ein Büschel kann sage und schreibe bis 20 kg erreichen. Der Polyporus ist von hellbrauner Farbe.

 Herausragende Wirkungen hat der Polyporus beim Auflösen von Ödemen (Wassereinlagerungen). Da der Polyporus eine Herz stärkende Wirkung hat, unterstützt er es in seiner Aufgabe das Blut individuell optimal zirkulieren zu lassen; dadurch ist eine bessere Durchblutung gegeben und es werden sukzessive das Wohlbefinden schädigende Einlagerungen aus dem Körper abtransportiert. Dabei sind die Effekte so stark wie bei Medikamenten, zum Beispiel Entwässerungstabletten (Ethacrinsäure). Hier ist der entscheidende Unterschied, dass bei Medikamenten immer auch eine erhöhte Kaliumausscheidung zu verzeichnen ist; dies ist von Nachteil für den Körper, da Kalium wichtige Funktionen für Muskeln und Nerven im Organismus wahrnimmt.

Der Polyporus ist ein sehr wichtiger Pilz während der Vor- und Nachsorge von Erkrankungen, bei denen Lymphdrüsen entfernt wurden, wie zum Beispiel bei Brust- oder Prostatakrebs. Die krebshemmende Wirkung wurde unter anderem bei der Behandlung der bösartigen Bindegewebsgeschwulst Sarkoma 180 und Leberkrebs eindeutig festgestellt. Auch über seine heilungsfördernde Wirkung bei Lungenkrebs und Leukämie gibt es Zeugnisse.

Positiv wirkt der Polyporus bei Hauterkrankungen, deren Ursache durch Überlastung des lymphatischen Systems entsteht.
 




» Reishi 

Pilz der Unsterblichkeit

« Ganoderma lucidum
dt.: Glänzender Lackporling
jap.: Reishi
rundlich, seitlich gestielter Hut mit runzliger Haut, in Auen-, Eichen- und Hainbuchenwäldern auf Baumstämmen, zunächst hellgelb, später rötlich- bis schwarzbraun glänzend.

In der Mykotherapie (Pilzheilkunde) besitzt kaum ein anderer Pilz so weitreichende Wirkungs- und Einsatzmöglichkeiten. Er kann bei vielen Erkrankungen eingesetzt werden. In China wird er durch seine umfassende Heilkraft ´Ling Zhi´ ("Pilz der Unsterblichkeit") genannt.

Der Glänzende Lackporling wächst in Auen-, Eichen- und Hainbuchenwäldern aus den Baumstämmen. Sein rundlicher Hut mit runzliger Haut hat zunächst eine hellgelbe, später rötlichbraune bis schwarzbraune Farbe. In getrockneter Form ist er in Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.

Herzaktivität fördernd

Der Pilz bewirkt eine höhere Sauerstoffaufnahme im Blut, die sich positiv auf die Herzaktivität auswirkt: Er fördert die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels und hilft bei verengten Herzkranzgefäßen, Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche.

Immunsystem stabilisierend

Der Glänzende Lackporling wirkt besonders ausgleichend auf das Immunsystem. Er kann eingesetzt werden bei Entzündungen, Immunschwäche und Allergien. Diese Wirkungsweise resultiert aus seinem Anteil an Triterpenen und Polysacchariden. Triterpene hemmen nachgewiesen die Histaminausschüttung und wirken damit antiallergisch. Außerdem besitzen sie eine dem Kortison ähnliche Wirkung und sind somit entzündungshemmend. Polysaccharide fungieren als Immunstabilisator. Sie ähneln Molekülen in der Zellmembran von Bakterien und trainieren das Abwehrsystem, ohne das Erreger vorhanden sind.

Reishi reduziert Schmerz und Hauterscheinungen bei Herpes zoster und hat einen anti-viralen Effekt bei Herpes simplex.

Allergien vorbeugend

Gerade mit Hilfe des Glänzenden Lackporlings kann Allergien vorgebeugt werden. Er hilft beim Auftreten erster Symptome wie Juckreiz, Rötungen oder Schwellungen an Haut und Schleimhäuten.

Leber stärkend

Reishi unterstützt die Leber in ihrer Entgiftungsfunktion. Daher kann der Pilz begleitend zu einer Chemotherapie eingesetzt werden, um Nebenwirkungen zu mildern. Außerdem kommt es zu einer schnelleren Wiederherstellung der ursprünglichen Leukozyten-, Erythrozyten- und Thrombozytenspiegel nach der Bestrahlung mit Röntgenstrahlen. Durch eine verbesserte Entgiftung über die Leber werden auch Hauterkrankungen positiv beeinflusst.

Der Glänzende Lackporling kann weiterhin bei akuter und chronischer Hepatitis eingesetzt werden, er hilft bei Muskeldystrophie, wirkt insgesamt beruhigend, Nerven stärkend und Schlaf fördernd.

Krankheitssymtome, die auf das Rauchen zurück zu führen sind, werden deutlich reduziert.

 




» Shiitake

Der König unter den medizinisch wirkenden Pilzen

« Lentinula edodes
jap.: Shiitake
hell- bis dunkelbrauner Hut von 5-12 cm Durchmesser, auf abgestorbenem Holz von Eichen, Buchen, Kastanien, vorzüglicher Speisepilz.

Beim Griff in die Pilztheke fällt uns seit einiger Zeit ein dem Champignon ähnlicher Pilz mit einem japanischen Namen auf: Shiitake. Mittlerweile ist er der weltweit am zweithäufigsten gegessene Pilz. Neben seiner Eigenschaft als Delikatesse erfährt Shiitake auch zunehmende Bedeutung bei der Therapie von Krankheiten. In der Mykotherapie (Pilzheilkunde) wird er hauptsächlich zur Behandlung von Durchblutungsstörungen und als Immunstabilisator eingesetzt.

In Asien wird Shiitake aufgrund seiner wichtigen Inhaltstoffe schon lange als König unter den Pilzen betrachtet. So verwundert es nicht, dass sein Wirkstoff Lentinan in Japan bereits als Medikament für die Behandlung von Magenkrebs zugelassen ist. Hierzulande wird sein Einsatz als medizinisch wirksamer Pilz dadurch gewährleistet, dass er zunächst auf abgestorbenem Holz angebaut und getrocknet wird und später pulverisiert in Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich ist.

Intakte Blutgefäße

Durch die Eigenschaft des Pilzes, das Bindegewebe zu festigen, werden Gefäßschäden verhindert, die zu Arteriosklerose führen können. Dieser Effekt wird noch verstärkt, indem Shiitake die Blutfettwerte günstig beeinflusst: Er senkt den Gesamtcholesterinspiegel und hebt den für den Körper positiven HDL-Cholesterinwert an. Ablagerungen in den Arterien werden verhindert. Dadurch beugt Shiitake Arteriosklerose vor und verhindert ihr Fortschreiten - als Vorraussetzung für eine intakte Durchblutung. Neben der Gewährleistung einer intakten Durchblutung können mit Shiitake aber auch Folgen einer gestörten Durchblutung therapiert werden. Dies ist der Grund, warum der Pilz bei Migräne und Tinnitus so erfolgreich eingesetzt wird.

Gestärktes Immunsystem

Shiitake wird dort verwendet, wo eine geschwächte Immunfunktion Krankheiten auslöst oder verstärkt. Dazu zählen z.B. verschiedene Krebsarten, AIDS, Allergien, Dermatitis, Bronchialentzündungen, Pilzinfektionen oder Gelenkentzündungen. Nachgewiesen wurde auch seine Wirksamkeit gegen Grippeviren, so dass er vorbeugend gegen Erkältung eingesetzt werden kann.

Nährstoffreiches Kraftpaket

Shiitake liefert die wertvolle Vitamin-B-Kombination B1, B2 und B3. Jede Körperzelle braucht Vitamin B2, um Energie zu gewinnen. Die Nerven benötigen Vitamin B2 für die Konzentration. Mit seinem hohen Gehalt an Kalzium, Kalium und den Spurelementen Zink, Eisen und Phosphor ist der Pilz ein wahres Kraftpaket für Knochen, Muskeln und Nerven. Sein Gehalt an Vitamin D, das zum Knochenaufbau benötigt wird und vor allem in Fleisch enthalten ist, macht ihn zur wertvollen Alternative für Vegetarier.





(durch Klicken der roten Pfeile können Sie sich genauer über die möglichen Wirkungen informieren)

Bemerkungen
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Asthma bronchiale
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je nach Ursache
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Cholesterin
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Darmentzündung
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Störung der Darmflora
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Depressionen
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Diabetes mellitus
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Durchblutungsstörung
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je nach Ursache
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Herzrhythmusstörungen
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je nach Ursache
Koronare Herzkrankheit
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Lebererkrankungen
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Migräne
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Multiple Sklerose
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Schlaflosigkeit
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