Mumijo – ein Bericht über ein
unterdrücktes Natur-Heilmittel
Das Wort Mumijo bedeutet
„den Körper vor Krankheiten Schützendes". In allen
Sprachen wird es dargestellt als eine Art „Ausschwitzung der Berge". In
Indien ist es unter dem Namen Shilajit bekannt und in der ayurvedischen
Medizin dieses Kulturkreises fester Bestandteil vieler Rezepturen.
Mumijo ist in reiner Form eine
gelblichbraunschwarze homogene, zähe, lakritzartige Masse mit
eigenartigem, rauchig aromatischem Geruch, der etwas an die Oele verschiedener,
auch bei uns heimischer Taxus-Arten erinnert. Es gibt daneben noch rote
Mumijo-Varianten.
Die Oberfläche ist glatt und glänzend, die
Eigenschaften sind abhängig von der Luftfeuchtigkeit. Mumijo ist
als Pulver stark wasseranziehend, im tiefgefrorenen Zustand zeigt es einer
erstarrten Schmelze gleichende Eigenschaften.
Mumio wird von ausgebildeten Sammlern im Himalaja von Hand
aus Felsritzen und Höhlen gekratzt oder gebrochen-Bedeutende
Fundstätten gibt es in Zentralasien in den Ausläufern des Himalaja,
des Altai Gebirges sowie in einigen Bergregionen Südkasachstans.
Die Entstehung des Mumijo ist bislang noch nicht
vollständig aufgeklärt. Mumijo ist eine sehr kompliziert
zusammengesetzte Substanz in unterschiedlichsten Erscheinungsformen. Trotz
genauer botanischer und geologischer Aufnahme der Vorkommen kann man noch keine
endgültige Aussage über den exakten Entstehungsprozess, der je nach
Fundstätte variieren kann, treffen. Wissenschaftlich gesichert sind die
notwendigen Standortvoraussetzungen. Allen Fundstätten ist gemeinsam, dass
sie einer langen und intensiven Sonnenbestrahlung unterliegen, die Luft
besonders sauber ist und eine spezielle Pflanzen- und Tierwelt vorkommen muss.
Die untere Verbreitungsgrenze von Mumijo liegt bei ca. 1000 m über dem
Meeresspiegel, im Tijen-schan Gebirge finden die speziell ausgebildeten Sammler
Mumijo in Höhenlagen bis zu 4000 m. Im Pamir Gebirge wird von Funden in
Höhenlagen von 4700 m berichtet, und in Tibet wurde es in einer Höhe
über 5000 m entdeckt. Roh-Mumijo wird dabei in Höhlen, Nischen und
Felsspalten als poröse Gesteinsbrocken sowohl auf dem Boden als auch an
der Decke hängend gefunden. Die Gesteinsarten und das Alter der Gebirge
haben offensichtlich keine primäre Bedeutung bei der Bildung von Mumijo. .
Das gesammelte Roh-Mumijo muss anschließend gereinigt werden und kann
erst dann einer weiteren Verwendung zugeführt werden. Natürliche
Voraussetzung ist die sortenreine Sammlung des Mumijo, das Reinigungsverfahren
wird in der Praxis der Sorte angepasst.
In Indien geht man einen anderen Weg. Hier wird aus
Kostengründen oft das Roh-Mumijo (Shilajit) selbst verwendet und gemahlen,
anschließend in Kapseln abgefüllt. Der Wirkstoffgehalt ist deutlich
geringer. Über die Wirkungen des Mumijo wurde in der russischen
medizinischen Literatur der 50er und 60er Jahre vieles veröffentlicht, da
man in der ehemaligen Sowjetunion wegen geringer Pharmaproduktion auf die
volksmedizinisch verwendeten Heilmittel zurückgriff, die auch in der
Bevölkerung eine große Akzeptanz hatten. Ins Blickfeld rückte
Mumijo in neuerer Zeit durch die Öffnung der sowjetischen Archive, die
nicht nur im politischen Bereich manche Rätsel lösten, sondern auch
das eine oder andere Erfolgsrezept der realsozialistischen Ära, zum
Beispiel im Sport, erklärte.
Neben den Gesundheitsorganisationen, die
hauptsächlich ein therapeutisches Interesse an Mumijo hatten, war es
besonders das Militär, das auf die Wirkungen des Mumijo aufmerksam wurde
und im Verborgenen Untersuchungen zu Mumijo förderte und finanzierte.
Sowjetische Elitetruppen bekamen Mumijo zur Ergänzung des Speiseplans,
damit die körperliche und seelische Belastbarkeit der Soldaten und die
Unempfindlichkeit gegen Stress stieg. Die russischen Kosmonauten wurden aus
denselben Gründen mit Mumijo versorgt. Daneben spielt die radikalfangende
Eigenschaft eine zusätzliche Rolle. Für die Sportmediziner war nicht
nur die festzustellende Zunahme an Muskelmasse und körperlicher Robustheit
der Kraft- und Ausdauersportler während einer Mumijo-Kur ein Argument
für die nähere Untersuchung von Mumijo, sondern auch die
festzustellende Beschleunigung der Genesung nach Verletzungen. Dem Sport wurde
mit diesem Naturstoff ein Hilfsmittel in die Hand gegeben, das unter
Dopinggesichtspunkten als unproblematisch gilt. Es ist damit zu rechnen, das
Mumijo im Leistungs- wie im Breitensport in den nächsten Jahren einen
festen Platz einnehmen wird.
Die antioxidative Wirkung verleiht dem Mumijo in Indien
den Status einer Jungbrunnensubstanz". In der russischen Chirurgie wird heute
noch vor schwerwiegenden Eingriffen Mumijo als Stärkungsmittel verordnet,
um den Körper umzustimmen. So wurde von der Moskauer Klinik, die den
früheren russischen Präsidenten Boris Jelzin behandelte, als
Vorbereitung zu seiner ersten Herzoperation eine Mumijo-Kur beim Produzenten in
Kirgisien geordert und unter großem Geheimhaltungsaufwand nach Moskau
geschafft.
Immunstimulation: Die erste Barriere, die ein
Krankheitserreger überwinden muss, ist die Schleimhaut. Sie bildet die
Grenze des Körperinneren nach Außen. In dieser Schleimhaut befinden
sich die ersten Außenposten des Immunsystems, die sofort aktiv werden,
wenn Kontakt zu einem Erreger besteht. Je besser der Zustand der
Schleimhäute ist, desto besser funktioniert der erste Schutz. Mumijo
stabilisiert die Schleimhäute. Es ist nach dem derzeitigen Kenntnisstand
davon auszugehen, dass es sich bei der immunstimulierenden Wirkung um einen
vielgestalti
gen Wirkkomplex handelt, der das unspezifische Immunsystem
stärkt.
Ausgehend von volksmedizinischen Beobachtungen belegte
eine breit angelegte Studie, dass Personen, die 2-3 Mal pro Jahr eine
Mum//o-Kur mit 120 Tabletten durchführten, tatsächlich deutlich
seltener an Infektionen erkrankten als die Kontrollgruppe.
Der Gehalt sowohl an Zink als auch an Magnesium
ergänzt die immunstimulierende Wirkung. Von beiden Elementen ist die
Wirkung auf das Immunsystem bekannt, Zink stabilisiert unter anderem die
Zellmembranen. Frakturen Mediziner der Universität Taschkent
testeten Mumijo Mitte der sechziger Jahre neben anderen Testreihen auch bei
Frakturen in mehr als 2500 Fällen. Sie verordneten zweimal täglich
200-300 mg Mumijo im Laufe von 30 Tagen. Bei schweren Frakturen wurde nach 30
Tagen eine Einnahmepause von 10 Tagen verordnet und danach 30 Tage eine
Einnahme wie oben verabreicht. Die laufenden klinischen und
röntgenologischen Forschungen ergaben, dass die Knochenkallusbildung um
bis zu 13 - 17 Tage schneller als bei der Kontrollgruppe ohne Anwendung mit
Mumijo stattfand. Ursache für diese Beschleunigung unter
A/lum/'/o-Verabreichung ist der Gehalt an Strontium und Calcium.
Strontium, chemisches Zeichen Sr, kommt in der Natur in
drei verschiedenen natürlichen Isotopen* vor: dem 84Sr, 86Sr und 87Sr, das
den größten Anteil hat. Natürliche Vorkommen in Mineralien sind
das Coelestin (Sr-Sulfat) und Strontianit (Strontiumcarbonat). In Mumijo kommt
nur natürliches Strontium vor, Mumijo zeigt keine erhöhte
Radioaktivität. Wirkungen von Strontium: Strontium steht chemisch sowohl
dem Calcium als auch dem Barium nahe, ohne dabei die Giftigkeit des Bariums zu
haben. Die positive Wirkung des Strontiums ist bei der Therapie der
Hunger-osteopathie bereits lange bekannt. Strontium konkurriert mit Calcium um
die Knocheneinlagerung und wird u. a. als „Calcium-Schlepper" zur
Reminerali-sierung der Knochen insbesondere in der Calcifizierung nach
Frakturen eingesetzt. Osteoporose Die volksmedizinische Anwendung zur
Osteoporose-Vorbeugung beruht auf demselben Wirkprinzip wie im Abschnitt
Frakturen besprochen. Es fördert die Einlagerung von Calcium in die
Knochen.
Mumijo ist neben den mineralischen Strontium-Vorkommen die
einzige derzeitig bekannte Natursubstanz mit merklichem Strontiumgehalt. Auch
das im Mumijo vorhandene Zink leistet einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung
der Knochensubstanz. Entzündungen der Magen- und Darmschleimhaut:
In zwei St. Petersburger Kliniken wurden Patienten mit Geschwüren im
Magen und Zwölffingerdarm behandelt. Die Befunde: Ausgeprägte
Schmerzzustände und/oder Übelkeit bzw. Erbrechen zu den Mahlzeiten.
Um die 60 % der Patienten klagten seit 2-5 Jahren und der Rest seit über
10 Jahren über starke Beschwerden. 74 Patienten erhielten über einen
Zeitraum von 26 Tagen zweimal täglich 200 mg Mumijof ca. 30 Minuten vor
den Mahlzeiten in einem Esslöffel Tee oder in warmem Wasser
aufgelöst. Nach der vollen Behandlung über 2-mal 26 Tage mit einer
Einnahmepause von 10 Tagen, waren alle Kranken beschwerdenfrei. Bei keinem
Patienten traten Nebenwirkungen auf. Indische Forscher belegten 1988 die
Wirkung gegen Magengeschwüre und konnten einen direkten Zusammenhang
herstellen zu der chemischen Wirkstoffgruppe der Fulvin-Säuren, einem
natürlichen Bestandteil vieler Humus-Substanzen mit
entzündungshemmender Wirkung.
Hinzu kommt noch eine Bakterien tötende Wirkung
biochemischer Vorstufen der Fulvine. Man kann eine ergänzende
Erklärung des Heilerfolges bei Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
auch in der antimikrobiellen Wirkung gegen das Bakterium Helicobacter pylori
sehen, das maßgeblich am Entzündungsgeschehen im Magen beteiligt
ist. Auf nüchternen Magen eingenommen, kann eine hohe Mumijo-Konzentration
erreicht werden. Die in Mumijo enthaltene Benzoesäure entfaltet neben
anderen auch eine krampflösende Wirkung, welche die Anwendung von Mumijo
in der indischen Ayurveda-Therapie-form als Mittel bei Koliken und Dyspepsie
erklärbar macht.
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