Spurenelemente


Spurenelemente wichtiger als Vitamine

Wenn sich Forscher und Ernährungstherapeuten mit den Spurenelementen näher befassen, gelangen sie unweigerlich stets aufs Neue zur Erkenntnis: „Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass sie weitaus wichtiger als Vitamine sind" (D. Wolfe). Und tatsächlich kann man auf keinem anderen Sektor der Ernährung mit so geringem stofflichem Einsatz derart bedeutende positive Resultate und rasche, unmittelbar spürbare Verbesserungen der gesundheitlichen Verfassung erzielen wie mit den Mineralien. Dies hängt damit zusammen, dass sie die Lebensprozesse in ihrer Eigenschaft als Coenzyme unmittelbar „befeuern" und stimulieren. In vergleichbarer Weise verlieren wir aber auch abrupt und unvermittelt an Vitalität und „blühender Gesundheit", wenn diese Komponenten fehlen oder es an ihnen mangelt -ohne dass wir auch nur ahnen, was hinter dem Leistungsabfall stecken könnte. Was sind Spurenelemente? Ganz allgemein gesprochen versteht man darunter Elemente, die weniger als 0,1 % des Körpergewichts ausmachen, von denen also nur Spuren im Körper vorhanden sind. Sie sind nicht zu verwechseln mit den Elementen, von denen unser Körper größere Mengen speichert. Bedeutsam und unverzichtbar werden sie vor allem als Bestandteil (Ko-Faktor) von Enzymen, also innerhalb von metallhaltigen Proteinen wie dem Blutfarbstoff Hämoglobin oder aber als notwendiger Faktor im biochemischen Gerüst eines Vitamins (wie Kobalt beim Vitamin B12). Im engeren Sinne versteht man heute unter Spurenelementen üblicherweise lebensnotwendige anorganische Wirkstoffe. Es handelt sich dabei vorwiegend, aber nicht ausschließlich, um (Halb-) Metalle. Hier beeindruckt mehr noch als bei den Vitaminen der Umstand, dass unvorstellbar winzige Mengen an Stoffen über unser (Gesundheits-) Schicksal entscheiden. An Mangan etwa beherbergt unser Körper nur die unvorstellbar kleine Menge von 30 bis 40 Tausendstel Gramm. Insgesamt machen solche Spurenelemente, sieht man einmal von Eisen oder Silizium ab, nur 0,25 % unserer Körpersubstanz aus. In einer zeitgenössischen Übersicht aus dem Jahr 1950 zu den Spurenelementen fand man z. B. das Selen noch unter den toxischen Elementen, in unmittelbarer Gesellschaft von Quecksilber und Blei. Fluor wiederum rangierte zusammen mit Bor, Lithium oder Rubidium in der Rubrik „ohne Bedeutung" und Molybdän sowie Chrom galten als „Spurenelemente mit fraglicher Bedeutung". So viel zur Schulgelehrsamkeit. Dr. Ragnar Berg, Chemiker und Begründer der Säure-Basen-Therapie, hatte dagegen schon 1941 die Elemente Nickel, Arsen, Bor, Fluor und Brom als lebensnotwendig erkannt und auch so bezeichnet. An derartigen Ungereimtheiten hat sich im Grunde bis heute wenig geändert. Spurenelemente sind zwar so etwas wie das „Salz in der Suppe des Lebens", jedoch stellen sie für die Pharmazie kein vielversprechendes Geschäft dar. Denn ganz so weit sind wir noch nicht, dass Firmen einzelne Elemente patentieren und ihre Verwendung mit Lizenzgebühren belegen könnten. Eindeutig lebensnotwendig für den Organismus, sind nach neuesten Forschungen folgende Spuren-Elemente: Zink, Eisen, Selen, Jod, Fluorid, Chrom, Mangan, Kupfer, Kobalt, Molybdän Es gibt daneben noch Spurenelemente, die man im menschlichen Körper regelmäßig findet, von denen man aber noch nicht weiß, wozu sie eigentlich nützlich sind: Das sind Lithium, Brom und Germanium.. Und Lithium wird beispielsweise mit Erfolg bei Depressionen eingesetzt. Wie Mikroelemente/Spurenelemente wirken Sie sind Impulsgeber und „Starter" für Enzyme. Deshalb hat man sie auch Wachstumsund Erhaltungschemikalien genannt (Prof. Roger Williams). Damit Enzyme in Aktion treten und ihre oft wundersamen Sofort-Effekte entfalten können, muss in sehr vielen Fällen ein solches Metall-Ion hinzutreten, sonst bleibt der Substratkomplex unwirksam. In besonderer Weise betrifft dies Kupfer, Zink, Eisen, Mangan, Kobalt, Molybdän und den Mineralstoff Magnesium. • Viele Spurenelemente spielen eine unverzichtbare Rolle innerhalb jenes Systems, das so genannte Freie Radikale im Schach hält. Da es sich hierbei um einen ganz zentralen Vorgang der Gesunderhaltung handelt, wollen wir darauf an dieser Stelle etwas ausführlicher eingehen In den Medien ist gegenwärtig viel von Antioxidantien wie Vitamin E oder C die Rede. Dabei wird allerdings übersehen, dass es in weit größerem Maße Spurenelemente sind, die eine Schlüsselposition in jenem Regelkreis einnehmen, der Schädigungen von Funktionsgeweben durch aggressiven Sauerstoff verhindert. Solche „Peroxidationen" sind einer der gefährlichsten Feinde gesunder Zellen. Deshalb hat unser Organismus höchst effektive Schutz-und Entgiftungsmechanismen in Form von körpereigenen Enzymsystemen entwickelt. Ob und wie wirksam diese Abwehrstrategien greifen, darüber entscheidet in hohem Maße die Anwesenheit von Spurenelementen, wie die unten stehende Tabelle zeigt. Die aufgeführten Enzyme sind die wichtigsten internen Antioxidantien, die eigentlichen Schutzstoffe gegen zerstörerische Sauerstoff-Radikale. Sie entscheiden weitgehend auch über das Tempo des Alterungsprozesses.

• Spurenelemente sind dieExperten für Entgiftung und Entschlackung. Die Toxikologen wissen schon seit langem, dass beispielsweise durch Zink „giftige Schwermetalle aus dem Körper ausgeleitet werden" können und das Metall „ein Gegenspieler von Quecksilber und anderen Schwermetallen wie Blei ist. Es kann sie in kleinen Mengen aus dem Körper ausleiten" (Dr. György Irmey). Ähnliches gilt für Selen, Silizium, Kupfer oder Eisen. Warum hört man trotzdem so wenig von den Segnungen einer Therapie mit Spurenelementen? Der angesehene Ernährungsforscher Dr. Felix Kieffer, langjähriger Vizepräsident der „Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung", gab darauf eine so naheliegende wie aufschlussreiche Antwort, als er formulierte: „Spurenelemente sind oft so billig, dass das kommerzielle Interesse fehlt." Außerdem: Ein latenter, unterschwelliger Mangel an Spurenelementen macht sich oft erst zeitversetzt bemerkbar, teilweise sogar erst in der nachfolgenden Generation, wie Untersuchungen im Fall von Mangan ergeben haben. Deshalb kann man mit Fug und Recht vermuten, dass unser jetziges Wissen zur Rolle von Spurenelementen der eigentlichen Bedeutung dieser Nahrungsfaktoren auch nicht annähernd gerecht wird. Die Bioverfügbarkeit von Wirkstoffen Die Spurenelemente führen uns einen weiteren entscheidenden Umstand deutlich vor Augen:


Es kommt nicht so sehr auf die Menge der Wirkstoffe an, die wir unserem Körper zuführen, sondern vor allem darauf, was unser Organismus daraus zu machen versteht. Hier stoßen wir auf einen ganz zentralen Faktor, und zwar die Bioverfügbarkeit von Wirkstoffen. Mit diesem Begriff bezeichnet man jene Ausbeute an werthaltigen Substanzen aus der täglichen Nahrung, die nach erfolgter Verdauung im Körper verbleibt und dort für die ständig ablaufenden Aufbau- und Stoffwechselvorgänge wirksam werden kann. Die Bioverfügbarkeit einzelner Spurenstoffe wird von vielen ganz unterschiedlichen Faktoren beeinflusst, so z. B. den Wechselwirkungen mit anderen Mineralien, dem Eiweißgehalt der Speisen, der Art der „Verpackung", Ballaststoffen u. ä. Eine Untersuchung der Universität Wien hatte vor einigen Jahren erbracht, dass in dieser Hinsicht insbesondere Heilwässer sehr gut abschneiden. So stehen im Fall von Mineralstoffen wie Calcium oder Magnesium dem Körper gut 85 bis 92 % „nach Ablauf der Verdauungsvorgänge zur Verfügung". Diese Behauptung ist aber sowohl unter der Schulwissenschaft als auch bei den Heilpraktikern umstritten. Es gibt sogar eine vor allem in den USA einflussreiche Ernährungslehre, die davon ausgeht, dass unser Körper „anorganische Mineralstoffe" aus Trink- und Mineralwasser „nicht einbauen kann": Auf den Beitrag von Heilwässern zur aktiven Spurenstoff-Bilanz sollten wir uns deshalb nicht allein verlassen, aber die Sache nun auch nicht gleich verteufeln. Von fast allen wichtigen Spurenelementen nehmen wir mit der Nahrung zu wenig auf. Trotzdem gibt es nur zum Jod eine verbrauchsfördernde, höchst erfolgreiche Kampagne. Hier verbeißt sich die Ernährungswissenschaft ausschließlich in ein (vermeintliches) Mangelelement - und gefährdet damit den nicht gerade kleinen Kreis von jodempfindlichen Menschen. Warum nicht einen ähnlichen Feldzug für Zink starten, dessen Defizite, so die „Weltgesundheitsorganisation" (WHO) keine Bagatelle sind (über die Nahrung erhalten wir nur etwa 1/3 des Tagesbedarfs = 5 statt der erforderlichen 15 mg)? In diesem Fall wären bei flächendeckender, hoher Verabreichung nicht einmal empfindliche oder gar lebensbedrohliche Nebenwirkungen zu befürchten.

Selen kann Wunder wirken Drei Pluspunkte sind es vor allem, die den Spurenstoff in besonderer Weise auszeichnen: Außer den Experten kennt kaum jemand die Substanz. Und doch entscheidet sie über Leben und Tod: die selenabhängige Glutathion-Peroxidase. Das Enzym stellt eine der effektivsten Waffen des Körpers bei der Bekämpfung und Neutralisierung von freien Radikalen dar, insbesondere der Lipidperoxidation. Außerdem sind Selen-Verbindungen bestens geeignet, Quecksilber und andere Schwermetalle wie Blei und Kadmium zu binden und auszuleiten, überdies macht es die Zellwände widerstandsfähig gegenüber Einflüssen wie radioaktiver Strahlung. In weltweiten Studien konnte gezeigt werden, dass niedrige Selenwerte im Blut mit einer erhöhten Erkrankungsrate an Brust-, Dickdarm-, Leber-, Haut-, Lungen- und Luftröhrenkrebs einhergehen, jüngst bestätigt durch eine Langzeitstudie bei 1700 älteren Amerikanern. Teilnehmer mit besseren Selengehalten im Blut wiesen kaum Dickdarmpolypen (ein Krebs-Vorstadium) auf. Die krebshemmende Wirkung des Spurenelements ist für den Harnblasenkrebs bereits sehr gut belegt. Untersuchungen an der Cornell Universität, USA, haben ergeben, dass Selen verschiedene Tumorraten bis zu 100 % abblockt.


SPURENELEMENT TATSÄCHLICHE AUFNAHME EMPFOHLENE ZUFUHR
Chrom 76 mcg (Frauen) -94 mcg (Männer) 50 - 200 mcg
Eisen 6,3 - 7,7 mg 10 mg
Kupfer 1,1 – 1,2 mg 1,5 – 3,5 mg
Mangan 2,4 –2,7 mg 2,o mg
Molybdän 89-100 mcg 75 –250 mcg
Selen 30-41 mcg 70 mcg
Vanadium 49 – 89 mcg 100 mcg
Zink 6 – 7,5 mg 15 mg

Was den Bedarf an solchen Spurenelementen angeht, orientiert man sich heute vornehmlich an den vorwiegend in den USA ermittelten Empfehlungen (RDA-Werte = „Recommended Daily Allowances"), an die auch beispielsweise die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.", Bonn, anknüpft. Ähnlich wie im Falle von Krebsbehandlungen signalisieren niedrige Selenwerte im Blut höchste Alarmstufe für das Herz: Denn es drohen Arteriosklerose, Blutgerinnsel, Infarkt und Hirnschlag. Experten weisen immer wieder darauf hin: „Die Selengehalte pflanzlicher und tierischer Nahrungsmittel hängen entscheidend vom Selengehalt der Biosphäre und des Bodens ab, der regional stark schwankt" (Prof. Leitzmann). Defizite sind deshalb bei uns nicht nur möglich sondern wahrscheinlich. So finden sich bei Bundesbürgern im Vergleich mit Bewohnern anderer europäischer Länder (und erst recht gegenüber solchen aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Japan) deutlich niedrigere Serum-Selenkonzentrationen. So versorgen Sie sich sicher und vollwertig mit Selen: Sonnenblumenkerne, Samen aller Art, Knoblauch! Pilze, Brokkoli, Zwiebeln, Vollkornerzeugnisse. Vollreis enthält 15-mal mehr Selen als polierter. Fleisch, Meeresfrüchte: Austern, Thunfisch, Schwertfisch. „Ausreißer" Paranuss. Bierhefe. Weizenkeime: Schon vor Jahren riet die bekannte Fachbuchautorin Ingeborg Münzing-Ruef: „Es schadet auf keinen Fall, zur Verstärkung des Selenschutzes regelmäßig Bierhefe und Weizenkeime ins Essen zu rühren (und das hat keine Nebenwirkungen, wie manchmal bei Selen-Tabletten)". Besonders viel Selen findet sich in der Para- oder Brasilnuss, deren Gehalt an Selen jeweils einer hochdosierten Tablette entspricht. Nur zum Vergleich: Die Nüsse aus Selen-Gebieten des Regenwaldes enthalten bis zu 2960 mcg auf 100 g. Austern, eine weitere oft genannte Quelle, vergleichsweise bescheidene 80 mcg auf 100 g. Die Dosis macht das Gift: Chronische Selenvergiftungen beobachtet man bei einer täglichen Aufnahme von mehr als 800 mcg/Tag, was schnell erreicht ist, wenn man spezielle Präparate mit isoliertem Selen zu sich nimmt. Mit den üblichen selenhaltigen Lebensmitteln (Sesamsaat, Bierhefe, Getreide aus den USA u. ä.) werden solche toxischen Dimensionen keinesfalls erreicht.

Zink kann die Altersuhr zurückdrehen! Zink ist der Spurenstoff par excellence, so etwas wie ein Paradebeispiel dafür, wie kreativ und genial die Natur unseren hochkomplexen Stoffwechsel eingerichtet hat. Dieser eine, in nur bescheidenen Mengen vorhandene Stoff beeinflusst und steuert nämlich Tausende von Vorgängen, teilweise im Alleingang, teilweise eingebunden in arbeitsteiligen Teams von Wirkstoffen. Bedeutung erlangt der Spurenstoff vor allem als Aktivposten im System der körpereigenen Abwehr: Zink rüttelt die eingeschlafene Thymusdrüse wieder wach: Untersuchungen von Dr. Nicola Fabris („Italienisches Nationales Zentrum für Altersforschung", Ancona) haben gezeigt, dass mit Hilfe von Zinkgaben die „Funktionen der Thymusdrüse erstaunlicherweise sogar im höheren Alter zu 80 % wiederhergestellt werden können". Das Immunsystem selbst von 70-jährigen Menschen lässt sich auf diese Weise mit einiger Wahrscheinlichkeit auf den Stand von gesunden 40-Jährigen bringen. Darauf deuten auch Untersuchungen hin, die in den USA unter Leitung von Prof. Dr. Ananda S. Prasad bei Testpersonen zwischen dem 50. und 80. Lebensjahr durchgeführt wurden. Zink entfaltet seine günstige Wirkung im Fall von Haarausfall und Hautstörungen aller Art. Die Behandlung mit Zinksulfat wirkt beispielsweise beim so genannten offenen Bein geradezu „spektakulär" (Dr. Felix Kieffer).- Zink wird auch zur Behandlung von Leberzirrhosen eingesetzt und ist wichtig für die Arbeit von Schilddrüse, Nieren und Gehirn. Außerdem vermindert Zink „die Entstehung von Krebs. Der Schutz entsteht durch Immunmodulation, während umgekehrt bei Zinkmangel die fein abgestimmte Selbstregulation des Immunsystems aus dem Gleichgewicht kommen kann" (Dr. G. Irmey).

Eisen - in zwei Varianten Hauptaufgabe des Eisens ist der Transport des Sauerstoffs im Blut zu den Zellen mit Hilfe von Hämoglobin. Auch für einen speziellen Sauerstoffspeicher der Muskeln, das Myoglobin, wird Eisen gebraucht. Daneben kommt dem Eisen noch als Katalysator innerhalb von Enzymen Bedeutung zu (Versorgung der Zellen mit Nähr- und Wirkstoffen; Immunsystem). Eisen ist überdies am Energiestoffwechsel intensiv beteiligt sowie bei der „Regulierung von Sauerstoff-Radikalen und Peroxiden" (Entgiftungsenzym Katalase). Mehr als 70 % des körpereigenen Eisens liegen in Form von Hämoglobin und Myoglobin vor (= „Häm-Eisen"), und dies findet sich dann wiederum hauptsächlich in tierischen Produkten. Der Rest, das „Nicht-Häm-Eisen", ist typischer Bestandteil von Pflanzenkost. Fleischesser und Vegetarier essen also nicht nur unterschiedliche Mengen des Elements, sondern auch ganz unterschiedliche Varianten. Risikogruppen im Hinblick auf die Eisenversorgung sind vor allem Senioren, aber auch Sportler, Schwangere, menstruierende Frauen. Allzuviel ist ungesund: Dies gilt auch, was die wenigsten Verbraucher wissen, für Eisen. Studien aus den USA und Finnland haben belegt, dass bei hoher Eisensättigung Herzinfarkte und Darmkrebs häufiger auftreten. Verantwortlich dafür ist, wie man vermutet, der erheblich vermehrte Anfall von freien Radikalen, wenn Eisen und Sauerstoff direkt zusammen kommen. Vorsicht also bei der Nahrungsergänzung! Wenn zusätzliches Eisen eingenommen wird, dann z. B. in Form von „Kräuterblut" aus dem Reformhaus u. ä. Pflanzliche Mittel sind in dieser Hinsicht unproblematisch.

Chrom - ein Wirkstoffwunder in der Warteschleife Viele Wissenschaftler, so hieß es jüngst in einem Forschungsüberblick, sehen Chrommangel als einen möglichen Grund für die geradezu epidemische Verbreitung von Typ-11-Diabetes in den USA und anderen Wohlstandsländern an. Denn damit das für die Zuckerverwertung notwendige Insulin seine Wirkung entfalten kann, braucht es Co-Faktoren -und Chrom gehört zu diesem Komplex, in der Forschung als GTF (Glukosetoleranzfaktor) bekannt. Phänomene wie Insulinresistenz gehen der manifesten Zuckerkrankheit immer voraus, und im „Wartezimmer zum Diabetes" sitzt bei uns nicht weniger als ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung. Amerikanische Forscher meinen, dass in wenigen Jahrzehnten etwa 48 % der Männer betroffen sein könnten - ein Grund mehr, dem Chrom in der Nahrung zukünftig mehr Beachtung zu schenken. Einige weitere Chrom-"Nebenwirkungen'': Internationale Studien haben zeigen können, dass Chrom die Cholesterinwerte günstig beeinflusst. Schädliches LDL-Cholesterin wird verringert, die nützlichen H DL-Fraktionen gestärkt, und zwar um bis zu 20 %, wie jüngst israelische Forscher festgestellt haben. Da Arteriosklerose-Patienten nach neuesten Untersuchungen bis zu 40 % weniger Chrom im Blut haben als gesunde Menschen, diskutiert man gegenwärtig in der Forschung auch darüber, dass Chrom zu den ursächlich angreifenden Schutzfaktoren für Herz und Kreislauf zählen könnte. Chrom sorgt überdies für ein schlagkräftiges Immunsystem (Aktivierung und Steigerung von Interferonen sowie T-Lymphozyten).




Quelle: Stark gekürzt aus NATUR UND HEILEN 9/2004. Einen Großteil der Informationen aus vorstehendem Aufsatz finden Sie auch im PHI=SONDERHEFT „Gesund und munter bis ins hohe Alter“ Unsere Redaktiongemeinschaft stimmt in fast allen Punkten mit den Darstellungen in „Natur und Heilen“ überein, hat aber dazu noch viele andere Vorschläge . Das Heft kostet 3.80 Euro.-


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